
Peilstein kann Auswärtsschwäche nicht ablegen und rutscht auf Abstiegsplatz ab! Und dabei hatte man sich für das Spiel gegen Schlußlicht Aschach so viel vorgenommen, doch am Ende standen die Peilsteiner wieder mit leeren Händen da.
Trainer Drik Andreas mußte auf Dominik Peherstorfer verzichten, der sich im Testspiel gegen St.Stefan eine Knöchelverletzung zugezogen hatte und daher passen mußte. Für ihn rückte Florian Sigl in die Startelf der eine ansprechende Leistung auf der linken Außenbahn bot. Die zweite Änderung gegenüber dem Spiel in Aigen/Schlägl betraf die Peilsteiner Sturmreihe. Rudolf Wiesinger erhielt den Vorzug gegenüber Neuerwerbung Tomas Lang.
Gleich zu Beginn der erste Aufreger: Nach dem Anstoß mißlingt Alfred Ehrengruber ein Rückpaß zum Torhüter und dieser führte zur ersten Ecke für den Gastgeber, die jedoch nicht einbrachte. In der Folge legte Peilstein die Nervosität ab, übernahm das Kommando und war in den ersten 20 Minuten klar spielbestimmend. Die Durchschlagskraft im Angriff ließ jedoch noch zu wünschen übrig und so sollten vor allem Standards für Gefahr sorgen. In der 16. Spielminute wird Johannes Katzinger in halbrechter Position zu Fall gebracht und Schiri Kloimstein verhängte den dafür fälligen Freistoß. Petr Prochazka führt diesen aus und trifft aus 25 Metern halbhoch in die kurze Ecke – ein nicht unhaltbarer Ball der den Peilsteinern nach 9 Spielen wieder einmal zu einer Führung verhalf.
Peilstein verabsäumte es in der Folge nachzusetzen und der Tabelleletzte kam immer öfter in die Peilsteiner Hälfte. In Minute 20 gab es nach einem Foul von Franz Gabriel, einen Freistoß von Aschachs linker Angriffsseite. Ein Stellungsfehler in der Peilsteiner Hintermannschaft, läßt Basem Tawadrous alleine vor dem Peilsteiner Gehäuse auftauchen und dieser befördert den Ball mit dem Körper über die Linie.
Nur wenige Minuten später herrschte erneut Konfusion in der Peilsteiner Hintermannschaft, doch der Aschacher Angreifer kann das Mißverständnis nicht nutzen und schiebt den Ball 1m neben das Tor.
Peilsteins Angriffsbemühungen verpufften zusehends an der Aschacher Strafraumgrenze und die Fehlpaßquote stieg immer mehr.
Bis zur 40. Minute musste jedoch keiner der beiden Torhüter entscheidend ins Spielgeschehen eingreifen. In der besagten 40. Minute kam es wie schon beim Ausgleichstreffer, erneut zu einem Freistoß von der linken Seite. Der Ball geht diesmal in Richtung langer 5m Raum und dort wird Daniel Atzlesberger sträflich alleine gelassen. Dieser kann den Ball noch ungehindert unter Kontrolle bringen und schießt aus kurzer Distanz zum 2:1 für Aschach ein. Erneut ein katastrophaler Stellungsfehler in der Peilsteiner Abwehr, der zu einem Schockzustand in der Peilsteiner Mannschaft führte. Es war dies bereits das 8. Gegentor nach einem ruhenden Ball in der laufenden Meisterschaft.
Kurz vor dem Pausenpfiff fand Petr Prochazka die große Chance zum Ausgleich vor. Freistehend aus zentraler Position kann er den Ball nicht im Tor unterbringen.
Nach dem Wechsel war den Peilsteinern der Wille das Spiel noch zu drehen zwar anzumerken, doch die Offensivakzente sollten erneut zu harmlos ausfallen.
Aschach hingegen fand 3 ausgezeichnete Tormöglichkeiten vor. Zuerst war es Kapitän Gerhard Lesslhumer, der einen Kopfball aus vollem Lauf nur knapp neben das Tor setzt. Wenig später donnert ein Aschacher eine Direktabnahme nur Zentimeter neben das Kreuzeck – das Ganze erneut nach einer Standardsituation. In Minute 75. kommt die Paschinger Elf zu einem Konter und der völlig frei stehende Dragan Aleksic scheitert aus 12 Metern an Rainer Stadlbauer. Die beste Peilsteiner Chance kam in der Schlußphase aus einem Gestochere im 5 m Raum zustande. Den Abschluß von Markus Bogner kann jedoch ein Aschacher noch vor der Line klären. In der Nachspielzeit sah Aschach-Kapitän Lesslhumer noch die Ampelkarte, was aber nichts mehr am Spielstand ändern sollte.
So blieb es beim 2:1 für den (Ex-)Tabellenletzten, der nach 6 sieglosen Spielen einen enorm wichtigen Sieg im „6 Punkte Spiel“ feiert und sich damit im Kampf um den Klassenerhalt zurückmeldet. Aufgrund der doch klareren Torchancen ein durchaus verdienter Sieg für die Aschacher.
Peilstein hingegen muß weiterhin auf einen vollen Erfolg warten, ist seit 8 (!) Spielen ohne „3er“ und das, auch wenn man sich dafür nicht kaufen kann, mit den drittwenigsten Gegentreffern der Liga. Am kommenden Sonntag kommt es zum ersten Heimspiel in dieser Saison. Mit St.Peter/Wbg. wartet erneut ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf und Peilstein ist dabei zum Siegen verdammt…
Die Peilsteiner Reserve machte es im Gegensatz zur Kampfmannschaft besser und gewann mit 2:1. Martin Fuchs brachte Peilsteiner nach einem Foulelfmeter in Führung. Im zweiten Durchgang erzielte Aschach den Ausgleich ehe Stefan Bogner in der Schlußminute der Siegtreffer gelang.
Nach der Niederlage in Aschach ist Peilstein zum ersten Mal in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. St.Peter/W. setzte den Aufwärtstrend fort und feierte mit dem 3:1 Heimsieg gegen Sarleinsbach den dritten Sieg im vierten Spiel. St.Oswald/H. mußte bei Tabellenführer Oberneukirchen erst in der 88. Spielminute den entscheidenden Treffer hinnehmen. Für die „Meindl-Minimalisten“ traf erneut ein Joker, wie schon bei den zwei vorhergegangenen 1:0 Erfolgen.
Walding konnte sich mit dem 1:0 Auswärtssieg in Altenfelden etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Unsere Nachbarn Nebelberg (2:2 gegen St.Agatha) und Julbach (1:1 gegen Hartkirchen) mußten sich mit einem Remis begnügen. Die wohl größte Überraschung lieferte Aufsteiger Aigen/Schlägl, die die Sportunion Kollerschlag mit einem 6:0 aus dem eigenen Stadion und wohl auch aus dem Titelrennen schossen.

Aufstellung:
Stadlbauer Rainer; Kraml Thomas; Gabriel Franz (80. Fuchs Martin), Mager Andreas; Katzinger Johannes, Kern Markus, Sigl Florian (54. Lang Tomas), Ehrengruber Alfred, Prochazka Petr; Wiesinger Rudolf, Bogner Markus.
Ersatz: Reischl Florian, Bogner Stefan.
Tore: 0:1 Prochazka Petr (16.), 1:1 Tawadrous Basem (20.), Atzlesberger Daniel (40.)
Gelbe Karten für Peilstein: Katzinger Johannes (61. Foul), Prochazka Petr (68. Kritik)
Schiri: Kloimstein Josef
100, Franz Amschlinger Stadion Aschach